Klaus Kinski: „Verstehen Sie?“ oder eigene Nachruflyrik zu Lebenszeiten?

„Nein, Sie können mein Buch gar nicht gelesen haben,

sonst würden Sie nicht eine solche Frage stellen –

verstehen Sie!“…

„Das ist Unsinn, was Sie da sagen,

ich meine, es macht keinen Sinn –

verstehen Sie?

So ist die Aussage von Ihnen vollkommen sinnlos.“…

„Die meisten Menschen verstehen sich falsch.

Ok, das haben Sie nicht so falsch verstanden.“…

„Im Grunde genommen geht es ja um etwas ganz Anderes,

um etwas, das zwischen den Linien steht –

verstehen Sie?

Ich kann ja nicht 300.000 Seiten schreiben.

Das macht ja kein Mensch –

verstehen Sie?

3.000 war es auch lang,

und ich habe auch viele weggeschmissen.“…

„Nicht so sehr stimmt das,

was Sie ohne ihre Schuld

dabei so verstanden haben …

sondern dass ich seit langer Zeit

danach gesucht habe,

warum man eigentlich so was macht,

überhaupt,

wie auch immer –

verstehen Sie?“

(„Ich bin so wild nach deinem Erdbeermund“ –

Interview-Fragmente nach „Je später der Abend …“, Klaus Kinski 1977)

„Kienbaum-Effizienz“

 

„Daran erkenn ich die ökonomischen Herren!

Was Ihr nicht tastet, steht Euch meilenfern,

was Ihr nicht fasst, das fehlt Euch ganz und gar,

was Ihr nicht rechnet, glaubt Ihr, sei nicht wahr,

was Ihr nicht wägt, hat für Euch kein Gewicht,

was Ihr nicht münzt, das, meint Ihr, gelte nicht.“

frei n. Goethe (Faust II) und weiter frei n. Ovid (Tristien V, 4, 9f.):

„Weder die Blätter im Wald

noch auf sonniger Wiese das zarte Gras

noch im überströmenden Fluss

wisst ihr den Boden und das Wasser zu sehn.“

Johannes am PC: Need for Speed …

Vier Raser dröhnen durch die Stadt,

der eine fährt den andern platt,

Motorenkreischen ist Musik,

entfacht in mir den High-Speed-Kick –

need for speed, need for speed …

 

Ampeln, Sperren, Tafeln, Schilder,

machen mich nur umso wilder –

Die Raserei törnt mich so an,

dass ich kaum noch bremsen kann …

need for speed, need for speed …

 

Reifen quietschen, schnelle Kisten,

Menschen flüchten von den Pisten!

Cool schalt ich die nächsten Gänge,

Speed nur für die vordern Ränge!

need for speed, need for speed …

 

Erschöpft vom unerschöpften Ringen

um Platz Eins vor allen Dingen

fall ich in Realo-Trance,

diesmal ohne Winner-Chance.

need for speed, need for speed …

 

(nach der Melodie „Die Affen rasen durch den Wald…“ o. a.)

Wer hätte das gedacht!

Ich kann´s mir ja nicht so richtig vorstellen … aber

mein Vorschlag zur Benennung eines Waldweges:

Zwischen den Bäumen

 

Systematische Rentenkürzung durch falsche Mittelwerte

Laut Statistischem Bundesamt verdiente ein vollzeitbeschäftigter Arbeitnehmer im Jahr 2014 durchschnittlich 3.527 € brutto im Monat ohne Sonderzahlungen. Dieses durchschnittliche Bruttoentgelt aller gesetzlich Versicherten lässt die Bundesregierung in jedem Jahr neu feststellen. Es ist eine sehr wichtige Kennzahl in der Rentenformel zur Ermittlung der gesetzlichen Rente. Wer ein Gehalt in Höhe des durchschnittlichen Bruttoentgelts, hier also 3.527 € verdient, erhält 1 Rentenpunkt, d. h. das übrige Rentenberechnungsergebnis wird mit 1 multipliziert. Liegt das individuelle Einkommen darunter oder darüber, verringert/erhöht sich die Rente für das entsprechende Jahr.

Nun ist aber das vom Statistischen Bundesamt jährlich neu errechnete Bruttoentgelt, das als maßgeblicher Rentenpunkt zugrunde liegt, ein simples arithmetisches Mittel. Sollten hier nicht wenigstens zuvor die Extreme der Entgeltverdienste herausgerechnet werden? Oder andere Mittelwerte wie Median oder Modalwert mit definierten Abweichungen nach oben/unten bemüht werden?

Das Statistische Bundesamt ergänzt auf seiner Seite „seriöserweise“ selbst, dass knapp 2 von 3 Vollzeitbeschäftigten (62 %) weniger verdienen als den gesamtwirtschaftlichen Durchschnittswert. Und nur ein gutes Drittel (38 %) habe höhere Bruttoverdienste. „…Dieses Drittel hat so hohe Verdienste, dass der Durchschnittswert für alle Beschäftigten „nach oben“ gezogen wird.“

Na prima, sehenden Auges veräppelt!

17.01.2016: https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/GesamtwirtschaftUmwelt/VerdiensteArbeitskosten/VerdiensteVerdienstunterschiede/Aktuell_Branchen.html

Vorsicht: Schadstoffe in Bauschutt

In unseren Städten, besonders am Rand unserer Städte, unter Brachgelände, in sogenanntem „Bauerwartungsland“ können wir sehr häufig auf Flächen stoßen, wo in früheren Zeiten Schutt abgeladen wurde, meistens Bauschutt. Oft wurden damit Geländevertiefungen verfüllt, oder er wurde dort aufgetragen, wo durch hohe Grundwasserstände eine landwirtschaftliche Bodenbearbeitung oder Bebauung kaum möglich, weil der Boden zu nass war. Diese „Altablagerungen“ müssen von den Kommunen – wenn erkannt – als Altlasten beseitigt werden, was sehr teuer werden kann. Überbauen, übersehen oder verschweigen bis zum Verkauf ist die billigere Methode, da dann im Falle eines Falles der Käufer finanziell haftbar ist.

In Bauschutt-Altablagerungen finden sich häufig Schwermetalle (Bleirohre u. a.), stark krebserzeugende Asbestfasern (Asbestzementmörtel) und PAK sowie Phenole (Asphaltaufbruch, Brandschutt). Ist man aber schon mal auf Schutt gestoßen, darf man bei näherer Betrachtung auch mit Müll und Aschen rechnen, also weiteren Schadstoffquellen, die beigekippt und/oder untergemengt wurden.

Aufmerksame Menschen offenen Auges, auch diejenigen, die nicht beruflich mit Boden-/Geländebeurteilungen zu tun haben, können schon äußerlich vor Ort an einigen Merkmalen erkennen, ob unter einer Bodenoberfläche Unnatürliches verborgen sein könnte. Ein paar Hinweise: Endet etwa abrupt ein Talrinnenverlauf? Ist das Gelände dicht mit Fichten bestanden – seit den 1950er/60er Jahren einesehr beliebte Methode der Tarnung – ? Auch Sträucherbestände bergen so manches Geheimnis, plötzliche Änderungen im Pflanzenbestand, Dichte und Wuchsbild der krautigen Pflanzen weisen ihrerseits den Kenner auf Störungen im Erdreich hin. Sie geben wichtige Hinweise auf Änderungen im pH-Wert, die (jeweils veränderte) Nährstoffsituation, Durchwurzelbarkeit des Bodens, Wasser-/Trocknis-Stress etc. Siedlungs- und Gewerbe-Bauschutt ist oft stark kalkhaltig – die veränderte Bodenreaktion wird meist durch kalkliebende Pflanzenarten widergespiegelt. Manchmal sind auch schon geringe Höhenunterschiede der Geländeoberfläche Anzeichen für menschliche Eingriffe (Untergrabungen, Verfüllungen, Aufträge). Nimmt man dann noch einen mitgeführten Spaten zur Hand, offenbart sich spätestens nach den ersten 20 Zentimetern „Mutterboden“ stichprobenhaft, was „Vatern“ ist.

Kinder lernen vom IS

Wegen der akut gefährlichen Beeinflussung unserer Jüngsten durch die IS-Propaganda über Handys und Smartphones mussten bereits Kindergärten neue Standorte beziehen.

 

Kommunen schon bettelarm!

Wegen der Unterbringung unzähliger ungezählter Flüchtlinge mussten viele Behörden Notquartiere beziehen, und auch diese zeigen schon Verfallsmerkmale.

 

Sport, Spiel, Spannung für Senioren

 

Hier werden Senioren auf Trab gehalten – oder auch nicht (Nordhessen, Kassel-Ost)