„Sich ein Bild machen“ kommt von lesen und nicht von gucken

Gegenwart und Trends legen es nahe: Offenbar sollen wir eine Gesellschaft aus einer manipulierbaren Masse von Quasi-Analphabeten und einer Führungsschicht von Lesegeschulten werden. 

 

Viele Erwachsene wissen oder ahnen es zumindest noch: Kinder und Jugendliche benötigen unbestritten für eine gesunde Entwicklung Zeit und Raum.

Die Hauptbeschäftigung in unserer Zeit aber, elektronische Bilderfolgen zu verfolgen, in Computerspielen, in Apps im Liegen, Sitzen, Gehen und Stehen, sind Raum- und besonders Zeit-Vernichter! Und trotzdem sind immer mehr Eltern – besonders Väter – Vorbilder ihrer Kinder beim Computerspielen. Playstations und X-Boxes, oft mehrere im Haus, in der Wohnung verteilt – Daddy Cool!

Zu lernen (ebenso beim klassischen Spiel) bedeutet(e) jedoch auch, sich selbst zu entdecken, sich zu finden. Am Computer resp. Smartphone zu spielen, bedeutet dagegen immer, sich zu verlieren.

Um Kreativität und Problemlösungskompetenz zu erlangen, muss man eigene Bilder entdecken oder entwickeln. Das mag zwar manchen Spieleprogrammierern gelingen, dem programmgeleiteten Anwender gelingt das nie.

Nach anstrengender geistiger oder körperlicher Arbeit sind Jugendliche wie Erwachsene in der Regel erschöpft und entspannungsfähig. Nach anstrengendem Computerspiel sind alle überreizt, ausgepowert und unfähig zur Entspannung. Wer kann sich jetzt noch ein Bild machen?

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